Steinkauz

Der Steinkauz (Athene noctua) gehört zu den Eulenvögeln (Strigiformes) und wird 22 cm groß. Während sein Gefieder oberseits braun mit weißen Flecken ist, weißt die Unterseite braune Längsstreifen auf weißem Grund auf. Zudem besitzt er weiße Überaugenstreifen, eine flache Stirn und keine Federohren.

Die Art besiedelt offene, von Grünland dominierte Landschaften mit einer kurzgehaltenen Vegetation, welche ihm ideale Jagdbedingungen bietet. Zu seiner Beute gehören überwiegend Feldmäuse, aber auch andere kleine Säuger, Vögel, Reptilien, Amphibien und Insekten. Neben einer kurzen Vegetation, benötigt die Art zudem einen ausreichenden Baumbestand (Rufwarten) sowie Baumhöhlen als Nistplatz. Auch alte Kopfbäume oder seltener Bodenhöhlen, Steinmauern und Felshöhlungen werden zur Jungenaufzucht genutzt.

Meist erfüllen Streuobstwiesen, Koppelweiden oder Parks diese Lebensraumansprüche. 

Gefährdung

Der Steinkauz steht in Deutschland auf der Roten Liste und gehört zu den stark gefährdeten Arten. Insbesondere der Verlust seines Lebensraumes, in erster Linie durch das Entfernen alter Obstbäume oder Kopfweiden, hat einen starken negativen Effekt auf die Art. Auch der Rückgang einer extensiven Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden sowie der Umwandlung von Grünland zu Ackerland reduzieren potentiellen Habitate dieser Art. 

Schutz

Zum Schutz des Steinkauzes sollten alte Obstbäume erhalten sowie eine extensive Bewirtschaftung des Grünlands gefördert und langfristig gesichert werden. Zudem gilt seit 2020 ein Verbot des Umbruchs von Dauergrünland nach Art. 4 Abs. 3 des Bayerischen Naturschutzgesetzes.

Auch die Installation von Nisthilfen, sogenannte Steinkauzröhren, wirkt sich positiv auf die Population des Steinkauzes aus.

Grüngitter

Im Rahmen des Grüngitters sollen geeignete Habitate des Steinkauzes gefördert und erhalten werden. In Zusammenarbeit mit Flächeneigentümern und Landwirten sollen Grünflächen extensiv bewirtschaftet und alte Obstbäume erhalten werden.