Bild des Monats: 

Eine Bekassine im Feuchtgebiet

Bekassine (Gallinago gallinago)

Handlungsbedarf

Die Biodiversität unserer Heimat ist gefährdet

In den letzten Jahren und Jahrzehnten zeigte sich ein deutlicher Rückgang der biologischen Vielfalt. Immer mehr Arten gehen in ihren Beständen zurück, sind bereits gefährdet und teilweise sogar ausgestorben.

Leider ist dieser Verlust der Biodiversität allzu oft direkt oder indirekt anthropogenen Einflüssen geschuldet. So erhöht der Einsatz von Bioziden, wie Insektiziden und Herbiziden direkt die Letalität von Arten. Die Fragmentierung der Landschaft schafft unüberwindbare Barrieren für eine Vielzahl von Arten, mit Folge einer genetischen Verarmung einiger Populationen. Ein ständiges „Aufräumen“ der Natur, durch häufiges Mulchen von Grünflächen und der Entfernung strukturreicher Bereiche, reduziert die Anzahl potenzieller (Winter-) Habitate. Auch eine immer steigende Flächenversiegelung oder intensivere Flächennutzung führt zu einem Verlust von Lebensräumen.

Neben einer zu intensiven Nutzung der Landschaft, kann sich in bestimmten Bereichen allerdings auch eine zu geringe Nutzung negativ auf die örtliche Artenvielfalt auswirken. So kann die Aufgabe der traditionellen, extensiven Bewirtschaftung von Flächen, wie beispielsweise eine extensive Beweidung, einen negativen Effekt auf örtliche Populationen haben. Viele Arten haben sich an die jahrhundertealte, naturschonende Bewirtschaftung angepasst. Seltene und geschützte Magerrasenstandorte oder artenreiche Bergmähwiesen beispielsweise, mit ihren typischen (meist seltenen) Tierarten konnten erst durch die regelmäßige Bewirtschaftung des Menschen entstehen. Werden solche Flächen aufgegeben kommt es schnell zu einer Verbuschung und somit zum Verlust des Biotops.

Daher ist es wichtig Flächendeckende Maßnahmen zum Schutz der heimischen Biodiversität durchzuführen und ein weiteres Artensterben zu verhindern.